Sonntag, 8. September 2013

Review White House Down


Da der Filmtrailer ganz nett aussah und ich wenigstens beiden Filmen zum Thema weißes Haus kaputt eine Chance geben wollte, waren wir heute in Emmerichs neuem Blockbuster. Ein Unterschied der beiden Filme war sofort augenscheinlich: schlappe 80 Millionen Dollar, die WHD mehr gekostet hat und die durchaus sichtbar sind. Ob es sonst Unterschiede gibt und welcher Film der bessere ist, das verrate ich im Folgenden.

Die Story
Cale ist mit seiner Tochter auf einer Tour durchs weiße Haus, als dieses unter schweren Beschuss gerät. Eine scheinbar terroristische Attacke aufs weiße Haus, deren Ziel der Präsident ist. Obwohl der Secret Service Cale nicht einstellen wollte, wird er zum einzigen Mann, der den Präsidenten beschützen kann.Wird ihm das gelingen und kann er seine Tochter, die während des Anschlagsbeginns auf der Toilette war, beschützen?

Die Fakten
offizieller Filmstart in Deutschland: 5. September 2013
Filmdauer: 131 min
Regisseur: Roland Emmerich
Hauptdarsteller: Channing Tatum, Jamie Foxx, Maggie Gyllenhall
Nebendarsteller: James Woods, Nicolas Wright

Negativpunkte:
1. Fehler um Fehler bei den Waffen - Andreas wäre fast auf dem Stuhl neben mir zusammengebrochen vor Schmerzen, unten seine Fehlerbesprechung mit Spoilerwarnung
2. An einigen Stellen ist er unnötig patriotisch (sagt Andreas)
3. Der Schlusstwist war irgendwie unnötig, fand ich. Andreas fand ihn nicht unbedingt störend, aber für mich war's einfach zu viel Hin und Her.
4. Trotz vieler emotionaler Szenen ist das Ende sehr unemotional. Ich mein, komm, ein bisschen Liebe und Herzschmerz?!
5. Das Ende ist eine Zumutung! Selbst ich dachte nur "OH please not!. Will hier nich spoilern, aber bitte!!!! Ich will nicht wissen, was Andreas dachte.

Pluspunkte:
1. Gute Schauspieler in allen Rollen, die ihre Charaktere überzeugend verkörperten. Vor allem Jamie Foxx als US-Präsident konnte mich überzeugen.
2. Der Humor ist mit das Beste an White House Down. Witzige Sprüche, lustige Szenen, immer wieder lautes Gelächter im Kinosaal. Beispielsweise bei der Vorstellung des Hackers: Er wurde bekannt, weil er die Raktencodes der USA umlenkte...auf die Apple-Zentrale.
3. Einige sehr schöne Actionszenen, vor allem die Verfolgungsjagd im Garten des Weißen Hauses
4. Spannung von der ersten bis zur letzten Minute

Vergleich mit Olympus has fallen:
+ Jamie Foxx ist der bessere US-Präsident, was aber wohl ein persönliches Problem von Tanja mit Aaron Eckhardt ist
+ unglaublicher Humor, der bei Olympus keine Rolle spielt
+ Der Film ist spannender, viele im Publikum saßen vorgebeugt und auch ich war angespannt
=  Angenehm bei beiden Filmen war, dass nicht die stereotypen islamistischen Terroristen als Angreifer genommen wurden
- Die Charaktere und Verantwortlichen machen Andreas' Meinung nach mehr Fehler
- Es gibt weniger Actionszenen und diese sind schlechter gemacht
- WHD ist deutlich patriotischer als OHS
- Das Ende von WHD ist eine Zumutung, das Ende von OHS ist eben ein Actionfilmende, aber absolut okay
=> Insgesamt muss man einfach sagen, dass hier zwei völlig verschiedene Filme vorliegen. Olympus has fallen ist ein typischer Actionfilm, wie er vor 20, 30 Jahren Kult war. White House Down ist ein Emmerich-Blockbuster und somit ein Film für alle, die moderne Action mögen. Als dieser kann er überzeugen. Wir (ich?) werden uns beide kaufen und sicher nochmal sehen, denn WHD hält durchaus mit Filmen wie The Rock und Con Air mit.
Letztlich fällt unser Votum aber deutlich aus: das Weiße Haus ist down, Olympus hasn't fallen at all and is the better movie!

Fazit
White House Down ist einer der besseren modernen Blockbuster-Actionmovies, der auch 130 Minuten Spaß und Spannung bringt. Er kann aber nicht mit dem als gleich besprochenen Olympus has fallen mithalten, dafür ist er schlichtweg auch zu modern gemacht. Insgesamt 8 Punkte, wenn ich die Fehler nicht betrachte. Mit Fehlern geht's runter auf 5 - ich bleibe aber bei einer guten Bewertung, weil ich weniger auf Fehler achte und mir daher und weil ich nicht so an Militär interessiert bin, weniger aufgefallen ist.

20.  0Dark 30 0
19. The Impossible 2
18. Kick-Ass 2 2
17. The Sessions 3
16. Fast and Furious 6 4
15. Lincoln 4
14. Die Hard 5 5
13. The Call 5
12. The Heat 5
11. World War Z 5
10. Frankenweenie 6
9. Silver Linings Playbook 6,5
8. Django 7
7. Iron Man 3 7
6. Argo 7,5
- jetzt neu sortiert -
5. Despicable Me 2 und Monsters University mit je 7,5 
4. The Lone Ranger (8)
3. White House Down (8,1)
2. Les Misérables und Olympus has fallen 9 (zu unterschiedlich zum Sortieren)
1. Now You See Me (10!)


SPOILER SPOILER SPOILER SPOILER SPOILER SPOILER SPOILER SPOILER 
  
Hier noch Andreas' Sammlung von Punkten, die ihm aus taktischer bzw. logischer Sicht wehgetan haben (muss dazusagen, dass Andreas Miltirfän ist und sich wirklich gut auskennt):
- Wenn Marine One im Anflug ist, erwarte ich, dass eine Sicherheitszentrale die Meldungen verschiedener Posten sammelt, um DANN dem Hubschrauberpiloten Bescheid zu sagen. Soll der Pilot etwa mitzählen, ob von allen Posten die Freigaben kommen!?!
- Der Secret Service hat recht wenig Widerstand geleistet, fand ich (trotz Insider).
- Warum ist es so wichtig, dass die Angreifer Panzerabwehrwaffen (Javelin) gegen Hubschrauber dabeihaben? Gegen die Helis hätten vermutlich auch die genutzten RPGs gewirkt.
- Wenn Truppen am Zaun in Position gegangen sind, warum steigen die Fahrzeugbesatzungen dann aus?! Die sollen bitteschön auf ihrem Posten bleiben! Warum waren am Zaun eigentlich keine Schützenpanzer?
- Ich bezweifle, dass man einen M1 Abrams von vorne mit einer RPG knacken kann. Die abgeschossene Kette allein hätte den Panzer zwar bewegungsunfähig, aber nicht kampfunfähig gemacht. Der Turm sollte voll einsatzfähig geblieben sein.
- Wieso beharkt nur ein Panzer das Dach, die hundert Mann, die mit Humvees und weiteren Panzerfahrzeugen daneben stehen, machen aber nichts außer blöd gucken?! Da sollten doch ein paar Sturmgewehre und auutomatische Waffen verfügbar sein, um den Leuten auf dem Dach das Leben schwerzumachen! Außerdem wären die Panzer gegen die Fahrzeuge, die die Präsidentenlimousine angreifen, besser eingesetzt gewesen.
- Von einem Piloten der Marines erwarte ich, dass er auf Beschuss instinktiv mit Ausweichbewegungen reagiert, bevor er irgendwas anderes macht.
- (nur Frage) Welche Außebewaffnung hatten die Black Hawks, die das Dach angeflogen haben? Die Raketen konnte ich den Standardausrüstungen für hubschrauber nicht zuordnen.
- Warum hatten die Special Forces keine Kampfhubschrauber zur Feuerunterstützung dabei, wenn sie auf dem Dach zu landen versuchen? 
- Ein Treffer an der Zelle eines Hubschraubers sollte sich nicht wie ein Schaden am Heckrotor auswirken, also nicht zum starken Drehen um die Hochachse führen, zumindest nicht bei ALLEN getroffenen Hubschraubern. 
- Die Handgranaten wären gegen die Verfolger in den Tunnels an einigen Stellen sehr gut eingesetzt gewesen. Warum wurden sie nicht genutzt?
- Bereich sichern beim Telefonieren? Schon mal was davon gehört? In Gegnernähe vielleicht ohne Freisprecheinrichtung telefonieren?
- Ein kampferfahrener Veteran sollte wissen, wie lange er die Zeitverzögerung einer Handgranate ablaufen lassen muss, um dem Gegner keine Chance zur Reaktion zu lassen. 
- Warum bricht ein Pilot einfach so seinen Einsatzbefehl ab? Dass die Kollegen ihm folgen, macht es nicht wirklich besser.