Montag, 25. November 2013

Review Captain Phlipps


Ein Film mit Tom Hanks, der eine wahre Geschichte rund um das leider aus den Medien verschwundene Thema Piraterie rund um Somalia erzählt und der zudem als heißer Kandidat für die Oscars gilt? Natürlich wollte ich da rein! Und Andreas? Ging halt mal mit. 
Übrigens: Der Film könnte schon allein aus dem Grund einen Extrapunkt bekommen, dass er uns endlich mal in Kino 4 im Cineplex brachte, in dem wir noch nie waren. Das hat mich sehr gefreut ;-) Aber natürlich gibt's keinen Bonus...

Die Story 
 2009 wurde die Maersk Alabama als erstes amerikanisches Schiff von Piraten angegriffen und letztlich erobert. Die Somalis nahmen Captain Philipps als Geisel mit auf ein Rettungsboot. Verfilmt wurden die Geschehnisse vom Eintritt in somalische Gewässer über den Piratenangriff und die Zeit im Rettungsboot bis hin zu dramatischen Rettung des Captains. 
Der Film basiert größtenteils auf den Berichten des Captains selbst, aber natürlich wurden aus filmischen Gründen Teile verändert, um einen packenden Thriller zu bekommen.

Die Fakten

offizieller Filmstart in Deutschland: 14. November 2013
Filmdauer: 134 min
Regisseur: Paul Greengrass
Hauptdarsteller: Tom Hanks, Barkhad Abdi
Nebendarsteller:Barkhad Abdirahman, Michael Cernus und andere (alles eher unbekannte Darsteller)

Negativpunkte
1. Der Film hat Längen, ist an einigen Stellen etwas langatmig erzählt. 
Es ist nicht so, dass sich der Zuschauer raus wünscht in diesen Szenen oder dass sie zu viel Spannung aus dem ansonsten packenden Film nehmen, aber etwas weniger Längen wären schön gewesen.
2. Die Kameraführung empfanden wir szenenweise als Zumutung.
Offensichtlich wollte der Kameramann seine Zuschauer schon vom Land aus auf die wacklige See vorbereiten, außerdem waren zu oft Handkamera und zu enge Ausschnitte da im Einsatz, wo ich mir einen Überblick gewünscht hätte.
3. Ich hätte mir mehr Informationen zu den Gründen der Piraterie gewünscht.
Aber das lässt sich natürlich schlecht einbringen, wenn der Film aus Sicht von Captain Philipps erzählt wird und ist für den Film kein Must Have, nur ein Nice to Have.

Pluspunkte
1. Die beiden Hauptdarsteller geben eine grandiose Leistung ab
Tom Hanks gehört sowieso zur obersten Liga in Hollywood, sodass seine Leistung großartig, aber wenig überraschend war. Fasziniert hat mich Barkhad Abdi, der Hanks stellenweise an die Wand spielen konnte - obwohl er nie schauspielerische Ambitionen hatte und nur aus Spaß zum Casting ging. In den letzten Filmminuten macht Hanks aber extrem klar, dass in der Award-Season kaum ein Weg an ihm vorbei führt.
2. Die Erzählung ist packend, mitreißend und bewegend
Der Film schafft es, über die ganzen zwei Stunden und trotz der stellenweisen Langatmigkeit eine hohe Spannung zu halten, in der sich der Zuschauer fast über etwas langsamere Szenen freut, weil sie ihn  atmen lassen. Es gibt spannende Momente, aber auch sehr gefühlvolle, traurige Szenen.
3. Es gibt nicht wirklich Gut und Böse zwischen den Protagonisten.
Ich hatte die Befürchtung, dass der Film ein sehr deutliches, alle Hintergründe der somalischen Handlungen ignorierendes, Bild zeigen könnte: Piraterie ist böse, die Amis sind gut. Ich habe mich sehr gefreut, dass dem nicht so war. Natürlich werden nicht alle Hauptpersonen als Helden und nette Menschen gefeiert, aber es wird deutlich, dass die Piraten Gründen haben, aus denen sie so handeln müssen - und es wird deutlich, dass Captain Philipps nicht immer sinnvoll und korrekt handelt, was die Geschehnisse erst ermöglichte.
4. Insgesamt eine, wie ich so lese, realistische Darstellung der Geschehnisse aus Sicht Philipps
Ich hatte befürchtet, dass Hollywood aus diesem Film einen typischen, realitätsverzerrenden Blockbuster macht. Natürlich wurde aus dramaturgischen Gründen einiges verändert oder zugespitzter erzählt, insgesamt aber hatte ich nur an einer Stelle das Gefühl, dass hier übertrieben wurde (als Philipps den Brief schreibt).
5. Einige interessante Kameraeinstellungen und Szenenbilder
Vor allem Andreas fand Gefallen an den Schiffsbildern, die so sehr selten für einen Kinofilm sind.

Fazit
Captain Philipps ist ein bewegender, packender Thriller, der vor allem mit seinen Hauptdarstellern und einem sehr guten Drehbuch überzeugen kann. Ich ging mit einem guten Gefühl und großem Interesse an den Hintergründen aus dem Kino.Natürlich haben Andreas und ich übers Wochenende immer wieder nachgelesen und recherchiert. Captain Philipps ist aber kein Film, den ich nochmal sehen muss.
Ich vergebe eine 8. 
25.  0Dark 30 (0)


24. The Impossible (2)


23. Kick-Ass 2 (2)


22. The Sessions (3)


21. Fast and Furious 6 (4)


20. Lincoln (4)


19. Die Hard 5 (5)


18. The Call (5)


17. The Heat (5)


16. World War Z (5)


15. R.E.D. 2 (6)


14. Frankenweenie (6)


13. Silver Linings Playbook (6,5)


12. Django (7)


11. Rush (7)




10. Iron Man 3 (7)


9. Argo (7,5)


8. Despicable Me 2 (7,5)

7. Monsters University (7,5) 


6. The Lone Ranger (8) 
5. Captain Philipps (8)


4. White House Down (8,1) 

 3. Olympus has fallen (9)


2. Les Misérables (9)



1. Now You See Me (10!)