Dienstag, 24. Dezember 2013

Review: Die Eiskönigin / Frozen


Die Eiskönigin ist aus mehreren Gründen ein besonderer Film für uns:
1. Der erste Film seit Jahren, den wir freiwillig auf Deutsch gesehen haben, ja sehen wollten
2. Die Bezüge zu Wicked, einem meiner Lieblingsmusicals, sind nicht zu übersehen, zumal die zweite Hauptrolle von Willemijn Verkaik bzw Idina Menzel gesungen wird
3. Der erste typische Disney-Film (Gesang, eher kitschig) seit ... unserem Gedenken ... der uns gefällt
Gut also, dass sich mein Bauchgefühl durchgesetzt hat und wir drin waren, nachdem ich von Willemijns Beteiligung gehört habe! Und tatsächlich war meine Lieblings-Musicaldarstellerin der einzige Grund, in den Film zu gehen. Es hat sich aber in jedem Fall sehr gelohnt!


Die Story
Frozen ist eine lose Verfilmung von Hans Christian Andersens Schneekönigin, in der es aber um zwei Schwestern geht. Elsa war schon als Kind eine Eiskünstlerin, denn mit ihren magischen Zauberkräften konnte sie Eis zaubern und verformen. Sie wollte und sollte ihre Kräfte aber unterdrücken und sich von ihrer geliebten Schwester fernhalten, nachdem sie diese bei einem Unglück beinahe getötet hätte. Und so ist sie im Erwachsenenalter eher verbittert und sehr einsam. Bei ihrer Thronfolgefeier kommt es nach einer Auseinandersetzung über die Heiratspläne ihrer kleinen Schwester Anna wie es kommen muss: Sie zeigt ihre Kräfte und weiß sich nicht anders zu helfen als aus dem Königreich zu fliehen, um Anna und die Menschen zu schützen. Aber natürlich kann Anna das nicht zulassen und versucht, Elsa von ihrer Rückkehr zu überzeugen ... bis sie erneut von einem Eissplitter getroffen wird ...

Die Fakten
offizieller Filmstart in Deutschland: 28 November 2013
Filmdauer: 102 min
Walt Disney Studios
englische Sprecher:  Idina Menzel, Kristen Bell ...
deutsche Sprecher/Sänger: Willemijn Verkaik, Hape Kerkeling ...

Kritikpunkte
1. Warum durften die deutschen Sänger nicht, wie im Original, sprechen? Ich bin sicher, dass sie das hinbekommen hätten. Aber mal davon abgesehen, dass ich Willemijn die Sprechrolle ebenfalls locker zugetraut hätte waren die Stimmenwechsel sehr irritierend.
2. Der Film ist tatsächlich zu kurz, zumindest subjektiv. Das wird auch nicht dadurch besser, dass es einen Crazy Credit gibt, denn der war weniger sehenswert, finde ich.
3. Die Story ist sehr ansprechend, aber auch sehr vorhersehbar. Wobei Disney-Fans der alten Stunde das anders sehen werden. Dennoch habe ich den Bösewicht schnell ausfindig machen können. 

Pluspunkte
1. Die Story ist sehr spannend und mitreißend geschrieben. Es macht Spaß, den Film zu sehen und mit den Prinzessinnen mitzufiebern, aber natürlich rührt Frozen auch zu Tränen.
2. Olaf, der sommerliebende Schneemann!!!
3. Wunderschöne Grafik, die die bisherigen Animationsfilme in den Schatten stellen kann. Sei es das sußersüße Renntierbaby, die niedlichen Trolle, die bezaubendern Schneeflocken, die faszinierenden Schöpfungen von Elsa ... Disney hat ein unglaubliches Design auf die Beine gestellt!
4. Ein Soundtrack, der sowohl lustige Lieder als auch traurige Balladen vorweisen kann und sich nicht hinter Musicals verstecken muss. Ich hoffe wirklich, dass "Let it go" den Oscar gewinnt!
5. Der Film macht 102 Minuten Spaß. Und als er vorbei war, war ich ganz traurig weil ich Frozen viel zu kurz fand. Wenn das mal kein Pluspunkt ist!
6. Beide Prinzessinnen sind sympathisch und besitzen eine starke Persönlichkeit. Damiz sind sie zwar nicht die ersten Disney-Prinzessinnen (vgl. Ralph), aber Disney scheint endlich ein interessanteres Frauenbild zu verfolgen. Ich mag Elsa lieber, vielleicht weil ich mich besser in sie reinversetzen kann, vielleicht aber auch nur, weil sie an Elphaba erinnert.

Ein Wort noch zum Vorfilm "Get a horse"
WOW!
Oder etwas ausführlicher: Auch hiernit setzt Disney neue Maßstäbe, denn die Art, auf die in eine lustige Geschichte mehrere Filmarten und auch noch Musik gemischt werden, ist zum Schreien komisch und gleichzeitig sehr beeindruckend. Ich hoffe sehr, dass der Kurzfilm auf die BluRay kommt.

Fazit
Frozen ist - und das wahrscheinlich in jeder Version - ein klasse Animationsfilm und der beste, den wir dieses Jahr gesehen haben. Die Grafik setzt neue Maßstäbe, die Story ist nicht so plump wie sonst bei Disney und die Mischung aus Musical und Animationsfilm nicht so schmalzig-kitschig. 
No, we won't let it go, we orderd the BluRay just now.
Leider müssen wir bis April darauf warten, aber da mir das eher wenig ausmacht gibt's ne 9.


Stand nach 28 gesehenen Filmen 2013
28.  0Dark 30 (0)
27. The Impossible (2)
26. Kick-Ass 2 (2) 
25. Rubinrot 3
24. The Sessions (3)
23. Fast and Furious 6 (4)
22. Lincoln (4)
21. Die Hard 5 (5)
20. The Call (5)
19. The Heat (5)
18. World War Z (5)
17. R.E.D. 2 (6)
16. Frankenweenie (6)
15. Silver Linings Playbook (6,5)
14. Django (7)
13. Planes (7)
12. Rush (7)
11. Iron Man 3 (7)
10. Argo (7,5)
9. Despicable Me 2 (7,5)
8. The Lone Ranger (8) 
7. Captain Philipps (8)
6. White House Down (8,1) 
5. Monsters University (8,5)  
4. Olympus has fallen (9)
3. Frozen (9)
2. Les Misérables (9) - vor Frozen, weil der Film und die Musik so wichtig für mein 2013 waren und meine Träume (und einen Urlaub) geprägt haben.
1. Now You See Me (10!)