Montag, 24. Dezember 2012

"Dinner and Movie - The Artist" im Europapark

Wir übernachteten im Santa Isabel, einem der schönsten Hotels im Park und für uns mindestens an Platz 2. Das Bell Rock scheint mir schöner, aber das können wir natürlich erst im Mai beurteilen.

Jedenfalls hat das Santa Isabel wunderschöne Zimmer, 

 

ich mag die Abtrennung des Badezimmers sehr.
 
 

Sicht aus dem Zimmer


Romantik bei Nacht.



Jetzt aber zu "Dinner and Movie".
 
 Mich hat sofort die Dekoration des Bistro überzeugt, hochwertige ausgedruckte Poster zum Film hingen überall an den Wänden.


Ich schätze, dieser völlig überladene Tannenbaum hatte jetzt nichts mit dem Film zu tun.


Die Bedienung war aus dem "Schloss Balthasar", alle waren sehr freundlich und bemüht. Und so nett, die Dekoration nachm Film zu verschenken ... der Chef lief mir versehentlich ins Bild 


und meinte dann, ich könne das Poster später mitnehmen, er würde auch wegsehen.
Als eine der Damen an dem Poster arbeitete, erschrak ich doch sehr. Hilfe, mein Poster. Er kam aber sofort herbei, hat wohl meinen Gesichtsausdruck zufällig mitbekommen, und erklärte mir, dass das für mich sei. Sehr vorsichtig mit nem Messer abgenommen. Und ob ich noch mehr Poster wolle. Das lasse ich mir bei dem Film nicht drei Mal sagen und so hatten wir später ein Original-Plakat und drei plakative Bilder ausm Film. Uggie, Jean Dujardin und Berenice Bejo, alle da :-)


Der Ablauf des Abends war einfach: Erst eine Programmeinlage, dann Essen.

Erste Programmeinlage:  Ein Tango.


Zur Vorspeise gab's lauwarmen Chicorée-Salat mit gefüllten Schinkenröllchen.
Für Tanja ohne Schinkenröllchen, für Andreas ohne Röllchenfüllung. 
Einerseits fand ich das ersatzlose Streichen etwas seltsam, für den Preis könnte man auch Ersatz anbieten, andererseits lieber ersatzlos streichen als Andreas versehentlich Allergene unterjubeln...

Zweiter Programmteil: Stuntshow.


Da fanden wir es sehr interessant, dass es offensichtlich keine Probe gegeben hatte. Die beiden Jungs waren sehr irritiert ob des sehr eng bemessenen Platzes, es gab im Vorfeld einige Diskussion darüber, wie das gehen soll.. Dafür war die Show dann aber wirklich gut.

 Hauptspeise: Hähnchenbrust mit Cranberry-Sauce, Wintergemüse und Kartoffelecken.


Ich bekam gefüllte Paprika mit Wintergemüse und Kartoffelecken.


Die Vorspeise hatte mich noch eher enttäuscht, war mir zu bitter. Die Hauptspeise war aber hervorragend.

Dritte Showeinlage: Nochmal Tanz. Drei Frauen und ein Mann. Schjicke Kostüme.
 

Die Nachspeise war Cashew-Mousse auf Zitrusfrüchtesalat.


Bei Andreas verzichtete man sicherheitshalber auf Cashewnüsse und setzte ihm nichtsahnend eine seiner Lieblingsnachspseisen vor: Créme brûlée mit Zitrusfrüchtesalat und Zitroneneis.


Die Getränkepreise waren übrigens sehr kräftig:  Umgerechnet acht Euro für den Liter Cola und 7,73 Euro für einen Liter Wasser.

Um 21 Uhr sollte das Kino anfangen.
Dank des Hobbit durfte unsere kleine Runde aber erst noch 15 min in der Kälte stehen. Schlecht organisiert.


Der Film war natürlich, nicht dass wir das nicht schon vorher gewusst hätten, hervorragend.
Aber das Kino im Europapark hat für längere Filme extrem ungemütliche Sitze.

Fazit: Gute Hausmannskost, gute artistische Leistungen. 
Aber was das alles mit "The Artist" zu tun haben sollte, das habe ich nicht verstanden. 
Und für den Preis von 34 Euro pro Person plus Getränken war der Abend schwach.


Aber wir ließen uns davon dazu inspirieren, endlich mal das Schloss Balthasar zum Mittagessen aufzusuchen.
Denn der gute Service und die gute, deutsche Küche wirkten einladend.

Bisher kannten wir das Schloss nur von Außen.


Die Räumlichkeiten des Schlosses, das im 15. Jahrhundert erbaut wurde, sind beeindruckend.

 

 Die Küche dort ist eher hochpreisig, aber erstklassig.

Meine mit Waldpilzen gefüllten Kartoffelknödel auf Wintergemüse waren sehr sättigend und schmeckten hervorragend. Die 13 Euro waren für das frisch zubereitete Essen absolut fair.


Andreas hatte die Filetpfanne vom Schwein mit Austernpilzen, Champignons und hausgemachten Spätzle. Die Spätzle schmeckten wirklich gut und man merkte ihnen an, dass sie frisch zubereitete Hausmannskost sind. Das Filet war sehr gut, sehr zart und einfach nur lecker (O-Ton Andreas). 16,50 Euro für das frische, hervorragende Essen ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.


Leider vergisst man ja häufig, dass die günstigen Preise mit mangelnder Qualität bezahlt werden, dass gutes Essen einfach seinen Preis hat. Daher können wir die Preise im Schloss nur als angemessen beschreiben und das Restaurant gerne weiterempfehlen.

Der Herr hier aber wohl eher nicht.... Draußen sind die Wartezeiten etwas hoch ;-)

 

Die Schlossdame im Winter. Einsam ohne ihre Kürbisse, aber gut eingepackt.



Und jetzt wünschen wir allen besinnliche Feiertage!

 

Wir lesen uns dieses Jahr noch mit einem abschließenden Kinobericht und einem Bericht vom Kurzurlaub bei Starlight Express und im Phantasialand. Bis dahin.