Samstag, 26. Januar 2013

Review Lincoln


Lincoln ist ein gut recherchierter Film über die letzten Lebensmonate des US-Präsidenten Abraham Lincoln, den viele - nicht zu Unrecht - als wichtigsten Präsidenten der USA nennen. Es wird erzählt, wie sich Lincoln mit Tricks und Ränkespielen die notwendige Mehrheit im Repräsentantenhaus beschaffte, um so die Sklaverei abzuschaffen, wie er um das Kriegsende bemüht war und welchen Problemen er sich parallel Zuhause ausgesetzt sah mit einer psychisch angeschlagenen Frau und einem Sohn im Soldatenalter. Leise angesprochen wird auch die Frage, ob Lincoln homosexuell war.
Obwohl das Hauptaugenmerk auf Lincoln liegt, gibt es Szenen ohne ihn - und das sind dann die flüssigsten und spannendsten im Film, wenn es Abstimungen und Reden über die Frage der Sklaverei gibt.
 
Fakten
Offizieller Filmstart in Deutschland: 24. Januar 2013
Filmdauer: 150 min
Regisseur: Steven Spielberg
Hauptdarsteller: Daniel Day-Lewis
Nebendarsteller: Sally Field, Tommy Lee Jones u.v.a.

Pluspunkte:
1. Spielberg hat wirklich einen gut recherchierten Film gemacht, der die historischen Ereignisse darstellt. Gerade weil an den US-Schulen angeblich keine Fakten über Licoln und den damaligen Ablauf gelernt werden, ist dieser Film wichtig.
2. Sehr überzeugendes Schauspiel, vor allem natürlich von Day-Lewis. Aber auch Tommy Lee Jones war klasse und sehr überzeugend.
3. Der Schluss ist wirklich stark umgesetzt, von der Verabschiedung vom Kabinett bis hin zur Verkündigung seines Todes und der Verwandlung einer Kerze in ihn.

Negativpunkte:
1. Es ist lange her, dass ich im Kino fast eingeschlafen wäre. Lincoln hätte das aber beinahe geschafft, weil sich der Film zieht wie Kaugummi. So langweilig, nur die Szenen im Repräsentantenhaus sind interressant.
2. Das ist auch schon das einzig Negative, aber das zog sich ja durch die ganzen 2 1/2 Stunden!
Ein Negativaspekt, für den der Film absolut nichts kann, ist, dass das Cineplexx eine OV ankündigte, aber deutsche Untertitel einblendete. Das empfand ich als sehr störend.

Fazit:
Zwar ist Lincoln ein guter und wichtiger Historienfilm, mehr aber auch nicht. Muss man nur gesehen zu haben, um die schauspielerische Leistung von Daniel Day-Lewis beurteilen zu können.
Im Mittel aus hervorragenden Schauspielern, guter Recherche und extremer Langeweile bleibt eine 4.
Do you think we choose the times into which we are born? Or do we fit the times we are born into?



Es ergibt sich folgende Bewertung der dieses Jahr gesehenen Filme:

6. The Impossible 2

5. The Sessions3
4. Lincoln 4 
3.  Frankenweenie 6
2. Silver Linings Playbook 6,5
1. Django 7