Olympus has fallen oder "Die Hard in the White House" war der beste Actionfilm der letzten Jahre, endlich mal wieder eine One Man Army, die ihren Namen verdiente, und eine Hommage an die guten, schwarzen Humor treffenden Actionfilme der 80er.
Umso mehr haben wir uns seit fast drei Jahren auf die Fortsetzung gefreut ... und sind nun schwer enttäuscht, um ehrlich zu sein.
Story
Mike Banning, zurück beim Secret Service, muss den Amerikanischen Präsidenten und mittlerweile zu einem Freund gewordenen Benjamin Asher zur Beerdigung des Britischen Premierministers begleiten, der mit 48 Jahren an einem Herzinfarkt verstarb. Aber es ist kein Zufall, dass die wichtigsten Politiker der Welt an einem Ort versammelt werden, der Tod des Britischen Premierministers und seine Beerdigung entpuppen sich als Falle, um die politische Führung der westlichen Welt zu eliminieren. Und wieder muss Mike den Präsidenten retten.
Fakten
Offizieller Filmstart in Deutschland: 1. März 2016
Regie: Babak Najafi
Hauptdarsteller: Gerard Butler, Aaron Eckhart
Nebendarsteller: Morgan Freeman, Angela Bassett, Melissa Leo, ...
Pluspunkte
+ London Has Fallen zeigt nachdrücklich, warum Daten-Sammelwut und Heuhafen-Taktik der Geheimdienste und Regierungen aus logischer Betrachtung Schwachsinn sind, es funktioniert einfach nicht.
+ Gerard Butler scheint wie für die Rolle des Actionhelden geboren, sein Spaß an den größtenteils selbst durchgeführten Stunts ist noch im Film deutlich zu sehen.
+ Das Team des Vorgängers wurde zusammengetrommelt - wenn auch nur in kleinen, unbedeutenden Gastrollen mit ein, zwei Sätzen.
+ Die Bösen nutzen Apple ... als einzige! => geniale Anspielung!
Kritik
- Wenn der Drehbuchautor aus "Die Hard in the White House" die One Man Army und den Humor nimmt, bleibt nicht viel übrig, das den Film von schlechten Actionstreifen unterscheidet.
- Und nein, God Mode macht keine One Man Army!
- Der Film hat so viele Fehler, dass wir uns als Zuschauer fragten, ob wir versehentlich in der Emmerich-Kopie von London has fallen statt im Original gelandet sind. Das Fehler-Drama beginnt beim viel zu schnellen Staatsbegräbnis nach nur zwei Tagen und vor der Obduktion des Premier Ministers, endet weder bei unfassbaren Fehlern von Mike selbst noch mit den unfähigen Hubschrauber-Piloten (wenn ich mit Beschuss rechnen muss fliege ich nicht in Reisegeschwindigkeit gut sichtbar!) und gipftelt schlussendlich mit der Frage, weshalb und seit wann die Amis Terroristen vor Vergeltungsschlägen warnen. Andreas und ich haben noch Stunden nach dem Film Fehler und Ungereimtheiten gefunden, ohne danach zu suchen...
- Handkamera
- zu viel, viel zu viel, schlechtes CGI auch an Stellen, an denen es das nicht brauchte.
- Entweder haben die Drehbuchautoren ihre eigenen genialen Ideen nicht gesehen, hatten keine Lust, sie weiter zu verfolgen oder wurden sie daran gehindert. Wenn Ihr uns zum Beispiel schon erklärt, dass Mike sechs Kameras im Kinderzimmer installiert hat und wir glauben sollen, dass die Bösen sehr gut vernetzt sind, warum nutzt Ihr dann nicht die Chance, Mike unter Druck zu setzen?
Fazit
London has fallen, was ist das? Olympus has fallen hatte keine Fortsetzung, das ist ein allein stehender, richtig guter und Spaß machender Actionfilm!