Ich bin zu jung, um Eddie Edwards damals wirklich mitbekommen zu haben, der Name und seine Bedeutung für den Sport sagen mir was, aber das war's auch schon. Ob wir in den Film gegangen wären, wenn nicht gerade Taron Edgerton und Hugh Jackman die Hauptrollen hätten kann ich daher nicht sagen, nach dem Film weiß ich jedenfalls mehr über Eddie The Eagle.
Story
Eddie the Eagle ist kein Biopic, sondern eine sehr freie Erzählung, die auf der Geschichte des auffgrund seiner Andersartigkeitwohl berühmtesten Skispringers aller Zeiten basiert. Schon als kleiner Junge hatte Eddie, der mit einer Beinbehinderung geboren wurde, nur ein Ziel: Olympia! Als alle seine Bestrebungen fehl schlugen, weil er für keinen Sport gut genug war, entschied er sich, Skispringer zu werden, denn es gab keinen britischen Skispringer.
Wie es Eddie trotz aller Hindernisse, nicht unbedingt vorhandenen Talents, unfairer britischer Olympia-Komission und mehrer Verletzungen schaffte, 1988 nach Calgary zu fahren und dort allen anderen Sportlern die Show zu stehlen erzählt diese Komödie.
Fakten
Offizieller Filmstart in Deutschland: 3. März 2016
berühmtester Name aus dem Team hinter den Kulissen: Matthew Vaughn
Hauptdarsteller: Taron Edgerton, Hugh Jackman
Nebendarsteller: Iris Berben, Mark Benton, Rune Temte - eher unbekannte Namen
Kritikpunkte
- wer die Geschichte mitbekommen hat, dürfte Spannung vermissen, der Plot selbst gibt über Eddies Geschichte hinaus wenig an Spannung her
- und ist gleichzeitig sehr, sehr frei und weit weg von Eddie Edwards
- schade auch, dass man nicht mal daran dachte, den als Cameo einzuladen
Pluspunkte:
* Kurzbeschreibung für den Soundtrack: Gänsehaut pur, perfekt inszeniert!
* Taron Edgerton ist immer noch ein Newcomer, kann hier mit Hugh Jackman aber zeigen, wie verdammt gut er ist. Andere würden sich von Jackman an die Wand spielen lassen, Taron nicht.
* ich interessiere mich ja weniger fürs Skispringen, aber was sie da gezeigt haben, welche Sprünge sie hatten und wie die Kamera einbezogen wurde, das war richtig spannendes, mitreißendes Kino.
* zu diesen coolen Szenen gehört auch eine meiner Lieblingsszenen aus dem Film: Hugh Jackmans Rolle, Bronson Peary, nimmt ganz lässig, alkoholisiert und mit Zigarette im Mund, den höchsten Sprung. Da passt einfach alles: Atmosphäre, Jackmans Schauspiel, Kamera - und es tut gar nicht weh, dass man natürlich mit CGI arbeiten musste
* Typisch Matthew Vaughn wurde der Humor perfekt gesetzt. Zwar fehlt der schwarze Humor von Kingsman und Kick-Ass sportbedingt, aber richtig gute, witzige Szenen fehlen nicht.
* Lob auch ans Stuntteam, das in diesem Film einiges mitmachen musste, es gibt schon sehr heftige Stürze (die vermutlich nicht so gedreht wurden, aber hart war's trotzdem...).
Fazit:
Eddie The Eagle ist mit weitem Abstand der beste Sportfilm, den ich je gesehen habe und die Vermutung, dass er auch der beste ist, den ich je gesehen haben werde, ist nicht weit hergeholt. Der Film eignet sich für Sportinteressierte genau wie für Fans von Matthew Vaughn und seinen Filmen.
8 von 10 (imdb 7,6).