Mittwoch, 27. Dezember 2017

Von der ersten Erfahrung mit Beutetieren zur Routine?

Ich habe euch ja schon in einem anderen Blogpost erzählt, wie ich vom Vegetarier zum Beutetier-Fütterer wurde, obwohl ich das nie wollte.
Heute hatte ich die Gelegenheit, Bilder zu machen, die den Unterschied besser betonen als ich es je mit Worten könnte.

Fynn Fellmonster bekam Weihnachten 2016 seine ersten Küken. 
Damals habe ich mich geweigert, die irgendwie anzufassen. Das musste Andreas machen.
Heute .. ihr seht, wie ich Fynn seine Maus serviert habe. Nichts besonderes mehr, kein Grund für Angst oder Ekel.


Damals haben wir den richtigen Platz gesucht, um Küken zu servieren. Fynn hat uns schnell gezeigt, dass die Grünfläche nicht der richtige Platz ist. Zu viele Beobachter.

 
 

Vielleicht fand er auch die Leine doof zum Fressen? Aber naja, er wollte ja auch ohne Leine lange nicht auf der Terrasse fressen...




Heute gibt's Beutetiere da, wo die Kater sie hin schleppen. Ich kann danach ja wischen.

Übrigens war das Fressen damals auch deutlich sauberer, der Herr futterte im Katzenklo :0


Die Teller haben wir schnell abgeschafft, wer frisst schon auf Tellern...

Damals hörte man von mir vor allem
IIIIIH
AAAAAH
und andere Angstschreie, wenn mir die Kater mit den Beutetieren zu nahe kamen.

Heute war ich zu Tränen gerührt, weil Fynn eine Maus gefressen hat.
Auf der Grünfläche.

 
 




Nachdem er erst ewig einen ruhigen Platz gesucht und nicht gefunden hat.

Jedes Geräusch erschreckt den mutigsten Kater der Welt, hält ihn auch in der Wohnung vom Fressen ab. So fand er auch kein Futterplätzchen auf der Grünfläche.

Unter der Bank störten ihn Batman und die klickende Kamera.


 
 
 
 

Es ist aber auch gemein, wenn der beste Kumpel ein Mutkater ist, der vor nichts Angst hat! Der spielt einfach auf der Grünfläche, klettert, jagt, zerspielt Beutetiere...





Aber zurück zu meinen Tränen.


Da sich einfach nichts tat mit den Mäusen habe ich sie auf die Terrasse geräumt.
15 Minuten später rannte Fynn schimpfend über die Grünfläche.
Als mir klar wurde, was sein Problem ist, habe ich ihm erklärt, wo die Mäuse sind.

Ich dachte, er frisst sie jetzt auf der Terrasse.

Aber NEIN

Da kommt mein Schisskater tatsächlich

 mit seiner Maus mitten auf die Grünfläche

und lässt sich auch von Batman nicht stören


Der Fledermaus blieb nur noch, wie mir, ein geschütztes Plätzchen zu suchen und zu beobachten.


Nein, Batman, der hat damit nichts zu tun.






Aber ist für jemanden mit eigener Generalisierter Angststörung ein kleines, riesiges Wunder, wenn der Kater seine Angst auch nur für einen kurzen Moment ablegt und mitten auf der Grünfläche seine Maus genießt. Wundervolle Momente voller Mut und Stolz sind das!