Die Hard 5, genannt "A Good Day to Die Hard", zeigt uns schon, was wir an diesem Tag besser gemacht hätten als ins Kino zu gehen ...
John McClane fliegt in diesem Film nach Russland, um seinem Sohn Jack, auch bekannt als John junior, aus der Scheiße zu holen. Eine Scheiße, deren Ausmaß er nicht kennt, und die es auch gar nicht gäbe, wenn John sie nicht verursachen würde. Der Film beschäftigt sich knapp 100 Minuten lang mit der Frage, ob und wie John und Jack zusammenarbeiten können und wie sie die Scheiße zum Guten wenden können.
Problem: Die größe Scheiße am Film ist ... der Film.
Es tut mir leid, aber es ist so.
Fakten
Offizieller Filmstart in Deutschland: 14.Februar 2013
Filmdauer: 98 min
Regisseur: John Moore
Hauptdarsteller: Bruce Willis
Filmdauer: 98 min
Regisseur: John Moore
Hauptdarsteller: Bruce Willis
Nebendarsteller:Jai Courtney, Sebastian Koch
Ich schaffe es dennoch, drei positive Sachen über den Film zu sagen:
1. Der Bezug zu Hans Gruber ist lustig und nett, man müsste die beiden Filme nur mal zusammen sehen und genau vergleichen
2. Am Anfang gibt es ein, zwei nette Kameraeinstellungen, wenn wir zum Beispiel hinter dem Ziel beim Schießtraining sind
3. Andreas war sehr begeistert davon, dass man hier wirklich versucht hat, realistische Hubschauber-Szenen zu zeigen, wofür man nicht nur den Heli selbst hat schießen lassen (und dann die Effekte drunter legte), sondern - was sehr selten ist - auch echte russische Hubschauber verwendet hat.
Aber die Negativaspekte überwiegen alles.
Ich brauche gar nicht alles wiedergeben, ich muss nur auf die sehr passende Quotenmeter-Rezension
sowie den heute erschienenen Filmkommentar eingehen und verweisen. Ich kann aber auch das Wichtigste zitieren:
so habe ich bereits zwei Spitzenkandidaten für meine Wahl zum cineastischen Schurken 2013 gefunden. Und zwar John Moore und Skip Woods, ihres Zeichens Regisseur und Autor von «Stirb langsam 5».
sowie den heute erschienenen Filmkommentar eingehen und verweisen. Ich kann aber auch das Wichtigste zitieren:
so habe ich bereits zwei Spitzenkandidaten für meine Wahl zum cineastischen Schurken 2013 gefunden. Und zwar John Moore und Skip Woods, ihres Zeichens Regisseur und Autor von «Stirb langsam 5».
«Stirb langsam – Ein guter Tag zum Sterben» schießt sich ohne mit der
Wimper zu zucken bis zur roten Laterne dieser Actionreihe durch...
fade Geschmack eines 08/15-Actionstreifens ohne jede eigene Identität ...
unkonzentrierte, seelenlose Grabbeltischware ...
Es hapert bereits an der grundlegenden Story ... Der Auftrag Jack McClanes ist völlig verworren, die Motive der Schurken
sind absurd und gen Schluss scheint Skip Woods plötzlich die «Stirb
langsam»-Reihe mit den Bond-Filmen des Kalten Kriegs verwechselt zu
haben, denn sein Umgang mit der nuklearen Bedrohung ist direkt aus den
60er-Jahren entsprungen. ... mit dem Brecheisen hinein gezwungene, kaputte Vater ...
In seinem fünften Kinofilm macht McClane endgültig die von puristischen
Fans des ersten Teils lang befürchtete Wandlung zum Superhelden durch ...
Verfolgungsjagd, bei der allen einfallsreichen Stunts zum Trotz keine
Spannung aufkommen will ... ausführliche Sequenz in verwackelten Bildern
und zahlreichen Close-Ups ein, die dem Zuschauer aufgrund des schnellen
Schnitts jegliches Gefühl für Übersicht rauben ... All diese Komponenten zerstören zusammengenommen die Wucht dieser
massiven Actionsequenz, die somit künstlich und undramatisch erscheint...
restlichen Actionsequenzen sind völlig leblose, unbeeindruckende CG-Ungetüme ohne jede Wucht ...
Jai Courtney hat im Zusammenspiel mit Bruce Willis die Ausstrahlung eines angesäuerten Laib Brots ...
Der Kommentar beinhaltet noch einen weiteren interessanten Satz:
Eine negative Actionfilm-Kritik ist ein wundervolles Lockmittel für Reaktionen, dass man sich im Kinosaal doch keine Gedanken über Schnitttechnik, innere Filmlogik oder Kameraführung macht, sondern bespaßt werden will.
Zu diesem möchte ich sagen, dass sich diese Gedanken aber ungefragt einstellen, wenn es einem bei einer Verfolgungsjagd schlecht wird oder man nicht mehr versteht, was da abgeht. Dann leidet eben auch der Spaß.
Der Kommentar beinhaltet noch einen weiteren interessanten Satz:
Eine negative Actionfilm-Kritik ist ein wundervolles Lockmittel für Reaktionen, dass man sich im Kinosaal doch keine Gedanken über Schnitttechnik, innere Filmlogik oder Kameraführung macht, sondern bespaßt werden will.
Zu diesem möchte ich sagen, dass sich diese Gedanken aber ungefragt einstellen, wenn es einem bei einer Verfolgungsjagd schlecht wird oder man nicht mehr versteht, was da abgeht. Dann leidet eben auch der Spaß.
Fazit:
Spart Euch das Geld! Der Film lohnt sich nur, um sich auf andere Actionfilme 2013 zu freuen!
Ich gebe eine 3, immerhin hatte ich nicht das dringende Bedürfnis, das Kino verlassen zu wollen, auch wenn ich extrem erleichtert war, als es vorbei war.
Es ergibt sich folgende Bewertung der dieses Jahr gesehenen Filme:
6. The Impossible 2
6. The Impossible 2
5. Die Hard 5
5. The Sessions 3
4. Lincoln 4
3. Frankenweenie 6
2. Silver Linings Playbook 6,5
1. Django 7