(Bild von Amazon, wo ich diese Rezension auch einstelle...)
Wir versuchen seit mehreren Wochen, mit Dungeon Roll, das uns als sehr interessantes Spiel mit hohem Spielspaß empfohlen wurde, warm zu werden. Leider bisher erfolglos. Und langsam müssen wir uns eingestehen, dass da auch nichts mehr kommen wird, Dungeon Roll ist nicht das richtige Spiel für uns und konnte auch in keiner der unterschiedlich zusammengesetzten Spielerunden überzeugen.
Aber zunächst zum Positiven: Das Spielmaterial macht einen sehr hochwertigen Eindruck, wie ich es von Pegasus kenne. Schon die hübsche Schatztruhe als Umverpackung und Lager ist ein besonderer Blickfang fürs Spieleregal, auch ausgepackt bieten Spielkarten, Würfel und Marker einen optisch ansprechenden Anblick. Das Design ist ausgesprochen gut gelungen und passt zum Thema des Spiels, das sich eher an Fantasy-Freunde richtet.
Dungeon Roll ist eigentlich nicht schwer zu begreifen, die Anleitung ist (wie immer) gut geschrieben, die Regeln sind schnell und am besten während eines Testspiels erlernt.
Insbesondere bei Mehrspieler-Partien stört, dass eigentlich immer zwei Spieler aktiv sind (Dungeon Master und Held) und die anderen beiden warten müssen. Warum stört uns das? Je nachdem, wie lange ein Spieler denkt, sind die anderen beiden gelangweilt, es entwickeln sich Parallelgespräche, das Spielgeschehen rückt in den Hintergrund. Ist bei uns leider mehrfach passiert und Dungeon Roll scheint uns anfälliger dafür als andere Spiele, wohl aus dem Grund, dass es eben keine der Spielrunden überzeugt hat.
Die strategischen Entscheidungen, die Dungeon Roll zweifellos hat, waren bei uns weniger präsent als defür strategische Spieler zu hohe Glücksfaktor. Das dürfte ein weiteres Problem sein, das wir mit Dungeon Roll haben: wenn Spiele schon einen Glücksfaktor haben, sollte sich der unserer Meinung nach mit Strategie und Taktik die Waage halten müssen, was hier nicht der Fall ist.
Dennoch ist Dungeon Roll eher komplex und schwer zu spielen, weil die Spieler doch sehr viele Entscheidungen treffen müssen und für ein kurzes Würfelspiel zu viele Möglichkeiten da sind.
Dass wir entsprechend und wie auch schon gesagt wenig Spaß an Dungeon Roll haben ist sehr schade, weil ich sicher bin, dass das hübsch aufgemachte Spiel Spaß bringen kann und in den richtigen Runden wird..
Dass Dungeon Roll auch ein Solospiel ist, das allein gespielt sehr abenteuerlich und aufregend wird, kommt dem Spiel zugute, denn das ist die einzige Variante, an der ein Teil unserer Tester Spaß hatte. Das hat dann was von Computerspiel im echten Leben, von den alten Würfel-Rollenspielen und es ist letztlich der Kultfaktor, der Freude bringt.
Ich empfehle Dungeon Roll daher auch gerne als Geschenk für Geburtstagskinder, die sich nichts wünschen, aber als früher oder noch immer begeisterte Rollenspieler zumindest eine Überraschung bekommen, an der sie mehr Freude haben können als am xten Buch - und wenn es nur die hübsche Schatztruhe ist, die sie sonst auch anders verwenden können!
Ihr wollt Dungeon Roll ausprobieren und Euch selbst ein Bild machen? Zusammen mit Pegasus darf ich über diesen Blog ein Exemplar verlosen. Schreibt mir dafür einfach bis 10. August 2016 auf Facebook, was Euer Lieblingsspiel von Pegasus ist.
(Rechtsweg ausgeschlossen)
