Montag, 6. April 2015

Review: Cadenza - The Kiss of Death

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Cadenza - The Kiss of Death ist das neueste Spiel von MadheadGames, deren Wimmelbild-Adventures ich immer sehr geschätzt habe. Cadenza 1 war da eine kleine Ausnahme, weil mir weder das Setting noch die Musik zu 100% zugesagt haben, die Reihe ist ein Musikkrimi, kein Fantasyadventure. Dennoch war Cadenza 1 ein spannendes Spiel, das ich loben konnte ... leider kann ich das über Cadenza - The Kiss of Death nur bedingt sagen, denn es gibt sehr viel Kritik.

Die Story
Im Vorspann erlebt unsere Protagonistin einen der schönsten Momente, die eine Frau in einer glücklichen Beziehung erleben kann ... aber mitten in den Hochzeitsvorbereitungen, kurz vorm großen Tag, wird ihr Verlobter durch einen Kuss in Lebensgefahr gebracht. Es liegt nun an uns, zusammen mit der Protagonistin herauszufinden, was passiert ist (natürlich ist die Polizei wie im echten Leben keine große Hilfe ;-)) und unseren Traummann vor dem sicheren Tod, den einige seiner ehemaligen Kollegen erlebt haben, zu retten.

Was ich gut finde
* Wie in jedem ihrer Spiele überzeugen die Entwickler von MadHead mit sehr guter grafischer Umsetzung, die für sich sehr viel Spielspaß bringt.
* Der Plot ist durchaus spannend für ein Spiel dieser Art, bleibt dabei aber wie schon Teil 1 eher realistisch. Und eigentlich sehr romantisch, sodass man auch mal Frauen ansprechen kann, die weniger von Fantasy halten.
* Die Musik gefällt mir sehr gut.
* Die Rätsel sind nicht zu leicht, aber auch nicht zu schwer, sie bieten einen angenehmen Knobellevel für drei, vier Stunden Spiel. Wenn ...

Meine Kritikpunkte
- ... sie nur immer ausreichend erklärt wären. Lösen kann der Spieler die Rätsel natürlich erst, wenn er verstanden hat, was er tun soll. Das gelang mir zu oft aber nur mit dem Strategy-Guide, da die gegebenen Anleitungen unzureichend waren.
-  Die Wimmelbilder sind gut gemacht, man sucht schon ein Weilchen, aber auch hier wieder: es gibt zu wenige davon, viel weniger als in den bisherigen Spielen der Entwickler.
- Dazu kommt, dass Kiss of Death im Vergleich mit allen anderen Adventures von MadHead extrem kurz ist, sehr wenige Wimmelbilder und noch weniger Rätsel aufweisen kann. Schade.
- Auch ist das Bonusrätsel, auf das ich mich immer sehr gefreut habe, extrem kurz gehalten. Wenn der Spieler richtig verstanden hat, was er tun soll und wie er sinnvoll handelt, ist es schon fast zu Ende.
- Auch die weiteren Extras sind sehr kurz gehalten. Beispielsweise waren die in jedem Bild versteckten Symbole, der Treasure Hunt, immer ein weiteres Highlight der Spiele, hier muss der Spieler aber einfach auf den Gegenstand in der Bildmitte klicken. Nix Suchen, nix Wimmelbild.
- Mehrfach hat sich das Spiel seltsam verhalten, als mir zum Beispiel der Fischer erklärt hat, dass ich den längst gefundenen Schlauch im Fischernetz suchen soll. Normalerweise sollte er dann etwas anderes oder einfach gar nichts mehr sagen ...

Fazit
Ich bin tatsächlich enttäuscht von Cadenza - The Kiss of Death, dem ich gerade mal drei Sterne geben kann, werde MadHead aber eine weitere Chance einräumen, weil eine Enttäuschung bei bisher sieben sehr guten Spielen nicht gleich bedeuten muss, dass ein Hersteller nachlässt.