Endlich bekommt auch Shaun seinen eigenen Kinofilm, nachdem Aardman mit Wallace & Gromit und Chicken Run einigen Erfolg hatte. Die
Story
ist nicht außergewöhnlich oder innovativ, da die Technik und die liebenswerten Schafe mit Shauns genial-witzigen Ideen im Fokus stehen. Eine von Shauns Ideen ist es denn auch, die die Story einleitet, weil sie komplett nach hinten losgeht: Er hat den schlafenden Bauer im Wohnwagen eingesperrt und ihm Nacht vorgegaukelt, weil er endlich mal einen freien Tag mit seinen Freunden erleben, das Bauernhaus nutzen und ausspannen will. Leider steht der Wohnwagen aber nicht sicher und rollt der Bauer in die Stadt, wo er gleich noch sein Gedächtnis verliert. Shaun muss den Tag retten, den Bauern zurückbringen und dabei sich, Bitzer und die Schafe retten, die versehentlich im Tierheim landeten ...
Fakten
Offizieller Filmstart in Deutschland: 19. März
Regie: Mark Burton, Richard Starzak
Sprecher gibt es zwar, aber da der Film ohne echte Dialoge auskommt, sind das unbekannte ...
Kritik
- Die Story hat man schon etliche Male so oder so ähnlich gesehen, sie ist weder besonders spannend noch emotional. Der Film überzeugt wirklich mehr mit der Technik.
- Der Verzicht auf Dialoge führt dazu, dass viel über die verwendete Musik und Werbung auf den Straßen erzählt wird. Das funktioniert soweit auch ganz gut, allerdings stört mich der fehlende Dialog in diesem Film sehr, weil ich ihn als schlechte Minions-Kopie erlebe.
- Insgesamt ist Shaun eindeutig ein Kinderfilm, der wenige Stellen nur oder primär für Erwachsene vorweisen kann, wie sie heute ja Standard bei Animationsfilmen sind.
Pluspunkte
+ Die Technik ist, wie schon mehrfach angesprochen, gut. Aardman hat sehr viel Mühe darauf verwendet, die Story mit der typischen Knettechnik, passender Musik und spannungserhaltenden Schildern zu erzählen.
+ Die Idee, dem Farmer einen neuen Job zu geben, und die Umsetzung selbigen sind interessant und mit die beste Idee am Film.
+ Shaun enthält einige Filmbezüge, wobei mir die naheliegenden nicht genutzten (A-Team) mehr fehlen als ich die genutzten (Gesprengte Ketten, das Schweigen der Lämmer) gut finde.
+ Die Charaktere wurden so liebenswert gezeichnet wie in den Kurzfilmen, allerdings auch nicht ausgeweitet, und damit sehr gut auf die Leinwand gebracht.
+ Shaun hat den besten Crazy Credit, den ich je in einem Film gesehen habe. Wenn der Hahn urplötzlich und absolut unerwartet nochmal erscheint weiß man, dass sich das Sitzenbleiben gelohnt hat.
Fazit
Shaun ist insgesamt ein süßer, technisch hochwertiger Film, dem es aber leider an einem interessanten Plot fehlt. Ich gebe eine 5, mehr als okay war der Film dann eben doch nicht.