Ich dachte ja, Room sei Oscar-Watch ... bis mir auffiel, dass der Film schon lange auf meiner Must-See-Liste stand, weil ich die Geschichte so interessant finde und fand.
Story
Die Geschichte ist zweigeteilt:
Im ersten Teil erfährt der Zuschauer, wie Jack und seine "Ma" in Room zusammenleben, einem Ort, an dem "Ma" seit sieben Jahren, zwei Jahre vor Jacks Geburt, von ihren Entführer und Vergewaltiger, Old Nick, festgehalten wird. Jack erlebt diesen kleinen Schuppen mit Blumen, einem Kleiderschrank, Tisch, Stühlen, wenig Spielzeug und vielen Büchern und einem Fernseher als seine ganze Welt, er weiß nicht, dass es außerhalb der Wände Raum, Freiheit und weitere Wände gibt.
Im ersten Teil erfährt der Zuschauer, wie Jack und seine "Ma" in Room zusammenleben, einem Ort, an dem "Ma" seit sieben Jahren, zwei Jahre vor Jacks Geburt, von ihren Entführer und Vergewaltiger, Old Nick, festgehalten wird. Jack erlebt diesen kleinen Schuppen mit Blumen, einem Kleiderschrank, Tisch, Stühlen, wenig Spielzeug und vielen Büchern und einem Fernseher als seine ganze Welt, er weiß nicht, dass es außerhalb der Wände Raum, Freiheit und weitere Wände gibt.
Im zweiten Teil begleitet der Zuschauer Jack und "Ma", die im wahren Leben Joy heißt, bei der (Wieder)Entdeckung der Welt außerhalb von Raum und der Bewältigung des schweren Traumas, das vor allem Joy davongetragen hat.
Erzählt wird die Geschichte von Jack und "Ma" aus seiner Sicht.
Fakten
Offizieller Filmstart in Deutschland: 17.März 2016
Regie: Lenny Abrahamson
Hauptdarsteller: Brie Larson, Jacob Tremblay
Nebendarsteller: Sean Bridgers, Joan Allen, William H. Macy
Kritik
- Leider wird nie aufgelöst, was aus Old Nick wird (Zeugenaussagen vor Gericht?)
- Versöhnung mit Vater wäre schön, aber wir erfahren nicht, wie es mit ihm weiter geht
- Versöhnung mit Vater wäre schön, aber wir erfahren nicht, wie es mit ihm weiter geht
Pluspunkte
+ Beide Hauptdarsteller spielen sehr, sehr intensiv, sehr bewegend: Brie Larson wurde für einen Oscar nominiert, Jacob Tremblay gehört für mich zu den größten Snubs des Jahres
+ Der Film schlägt an und für sich eher leise Töne an, man verzichtet auf zu viel Drumherum und stellt Jack und "Ma" in den Fokus, darauf sind Set, Kamera, Schnitt, alles ausgerichtet
+ deshalb gibt es sehr intensive Kameraeinstellungen (aus Wandschrank, über Truck mit Jack im Teppich, in den Teppich...) die eher Doku-artig wirken, dazu kommt der Verzicht Brie Larsons auf MakeUp, und
+ den Zuschauer fühlt sich mitten ins Geschehen reißen, ganz automatisch entsteht hier mehr Nähe und Emotion als bei anderen Filmen
+ den Zuschauer fühlt sich mitten ins Geschehen reißen, ganz automatisch entsteht hier mehr Nähe und Emotion als bei anderen Filmen
+ sehr fesselnde Spannungsbögen werden durch Kamera, Ton und Szenenbild unterstützt
+ die wohl intensivste Szene (als Jack auf Ma wartet im Polizeiwagen) schraubt Ton, Kameraführung und alles andere weit runter, wir fokussieren uns auf Jack, seine verzweifelten Versuche, zurück zu "Ma" zu kommen und die intensiven Gefühle
+ wenige bekannte Schauspieler tun Geschichte gut, sie lebt von Brie und Jacob
+ die wohl intensivste Szene (als Jack auf Ma wartet im Polizeiwagen) schraubt Ton, Kameraführung und alles andere weit runter, wir fokussieren uns auf Jack, seine verzweifelten Versuche, zurück zu "Ma" zu kommen und die intensiven Gefühle
+ wenige bekannte Schauspieler tun Geschichte gut, sie lebt von Brie und Jacob
+ philosophisch und nachdenklich machend über Größe der Welt - ich glaube, dass niemand aus diesem Film geht, ohne sich über Wände und die eigene Situation Gedanken zu machen
+ der erste Film dieses Jahr, bei dem ich das Buch lesen muss, weil er mich so bewegt
+ Die Misshandlungen bekommt der Zuschauer durch Jacks Augen mit, daher ist der Film nie wirklich brutal oder triggernd, sehr gut gelöst
Fazit
Room ist ein faszinierender, philsophischer Film, der mich tief bewegt hat. 8,5 (imdb 8,3). Ich weiß aufgrund der Intensivität nicht, ob ich ihn nochmal sehen kann und werde, verdient hat er es. Bisher ist Room wegen der Intensität und der ruhigen, emotionalen Technik mein Film der Oscar-Season.
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Oscars:
Beste Schauspielerin: Definitiv, Brie Larson, sie spielt so intensiv, emotional, bewegend.
Brie Larson > Jennifer Lawrence > Cate Blanchett
Bester Film: Siehe im Fazit
Room > The Big Short > Bridge of Spies > The Revenant > The Martian > Mad Max: Fury Road
Regisseur: Er hat sehr viel Fingerspitzengefühl gezeigt und den besten Film abgeliefert, dabei aber nicht die kunstvolle Leistung abgeliefert, die andere gezeigt haben.
Adam McKey > Alejandro G. Iñárritu > Lenny Abrahamson > George Miller
Adapted Screenplay: Ich glaube, es ist einfacher, ein Drehbuch zun adaptieren, wenn die Autorin selbst es schreibt. Daher würde ich The Big Short noch höher werten.
The Big Short > Room > The Martian