Samstag, 22. Februar 2014

Review: American Hustle


American Hustle hatte ich seit Monaten auf der Filmliste, weil ich Trailer und Besetzung interessant fand. Dass er ein Film mit sehr guten Aussichten auf einen oder mehrere Oscars ist, hat natürlich nichts an meiner Entscheidung geändert, den Film schnellstmöglich zu sehen. Im Gegenteil :-)

Die Story
Irving, ein Betrüger, und seine bildhübsche, verführerische Freundin Sydney werden vom jungen, engagierten FBI-Agenten DiMaso überführt und sollen künftig mit ihm zusammen auf die Jagd nach anderen Kriminellen gehen. Ziel ist vor allem, der Mafia und korrupten Politikern das Handwerk zu legen. Auf dem Weg zum großen Ziel gilt es aber, einige persönliche Verwirrungen und Beziehungskrisen zu überstehen. Fühlt sich Irving seiner Familie (rund um Jennifer Lawrence) zu sehr verpflichtet, um sich ganz auf Sydney einzulassen, die er wirklich zu lieben scheint? Und entscheidet sich Sydney aus diesem Grund, den Flirtereien mit DiMaso eine Chance für eine echte Beziehung zu geben? Oder ist alels ganz anders als es scheint?

Die Fakten
offizieller Filmstart in Deutschland: 13.Februar 2014
Filmdauer: 138 min 
Regisseur: David O. Russell
Hauptdarsteller: AmyAdams, Christian Bale
Nebendarsteller: Bradley Cooper, Jennifer Lawrence, Robert de Niro

Was mir nicht gefallen hat
- Ich hatte ein persönliches Problem mit der Darstellung der Ehefrau als psychisch krank, verwirrt und abhängig und Grund, aus dem Irving nicht mit Syndney zusammen sein kann. Das ist für mich einfach ein Grund, Punkte abzuziehen, obwohl das dem Film eher gut getan hat.
- Trotz eines spannenden Plots fühlten sich dei 138 min American Hustle stellenweise recht lange an. Etwas mehr Pep hätte dem Film gut getan.

Was ich gut fand
* Die schauspielerische Leistung kann tatsächlich überzeugen, wobei mir da vor allem Amy Adams und Jennifer Lawrence herausragend aufgefallen sind. Wie Amy Adams den Wechsel zwischen American und British English hinbekommt ist einfach genial.
* Wirklich klasse sind auch Kostüme und Make-Up. Die Kostüme vor allem für Amy Adams sind supersexy, die Maske so gut, dass Christian Bale und Robert de Niro kaum wiederzuerkennen sind. Ein kleiner Skandal, wenn man mich fragt, dass die Maske keine Oscar-Nominierung bekommen hat!
* Mir gefällt die sehr gut geschriebene Story, der es an Überraschungen (die Beziehung zwischen Sydney und Irving ist total romantisch ... und dann ... BOOM!) und nicht vorhersehbaren Heists genauso wenig mangelt wie an gut geschilderten, nachvollziehbaren Background-Erzählungen.
* Der Film ist sehr ruhig erzählt, was sich in Kameraführung und Zeitlassen für einzelne Szenen und Erklärungen zeigt. David O. Russell setzt, was auch in der Tatsache deutlich wird, dass er seinen Schauspielern viel freie Hand zur Interpretation und damit auch Veränderung des Filmes gab, mehr auf die von ihm erfundenen Charaktere, ihre Geschichte und die Interaktion zwischen den Handelnden als auf Effekte und schnelle, moderne Kameraführung. Das gefällt mir am Film, obwohl es zu Längen führt.
* Man könnte American Hustle auch kurz beschreiben als "Jeder bescheißt jeden", was den Kern des Filmes, aber auch seinen Reiz sehr gut trifft.

Meine Lieblingsszenen aus dem Film
1) Als J. Law zur Musik von Life & Let Die singt und tanzt: Eine sehr lustige, aber auch sehr stark gespielte Szene!
2) Bradley Cooper, der mit Lockenwicklern telefoniert! Das sieht so witzig aus, steht ihm aber ...
3) Das Ende, die Auflösung, weil so unerwartet!
 
Filmcharts 2013
12 Years a Slave 2
RoboCop (1987) 3 
RoboCop (2014) 4 
Dallas Buyers Club 5
August: Osage County 5  
Blue Jasmine 6,5 
American Hustle 8
Ender's Game 8 
the Wolf of Wall Street 8 
Philomena 9 
The Croods 9,5