Mittwoch, 26. Februar 2014

Review: The Monuments Men


Monuments Men ist inmtten der ganzen Riege von Filmen, die ich sehen muss, mal wieder einer, den ich sehen wollte. Und der keine einzige Oscar-Nominierung hat. Das übrigens vor allem aus dem Grund nicht, dass George Clooney ihn nach hinten geschoben hat, denke ich, denn mir fallen hier einige Schauspieler, aber auch ein gutes Drehbuch, geniale Musik und Kostüme ein, die man nominieren könnte.

Die Story
Wir schreiben das Jahr 1943, die Aliierten sind gut dabei, die Achsenmächte aus Italien zu vertreiben und die Landung in der Normandie steht kurz bevor. Frank Stokes, ein Kunstspezialist, ahnt, dass in den letzten Zügen des Krieges einige wertvolle Kunstwerke zerstört werden und bittet den Präsidenten, ihn diese zusammen mit einem Team beschützen zu lassen. Der Präsident stimmt zu und Stokes macht sich mit anderen Kunstspezialisten auf, die "entartete" Kunst zu retten und Soldaten zu begleiten.
Gleichzeitig steht im besetzten Paris eine Kuratorin vor den Scherben der französischen Kunst, die entweder nach Deutschland zu den Nazi-Häusern transportiert oder ihrer Entartung entsprechend verbrannt wird. Um die Kunst zu retten und sich an den Nazis zu rächen, geht Claire einige unerlaubte Wege.
Wie sich die Wege der Monuments Men mit denen von Claire kreuzen und ob sie trotz Hitlers Befehl, kurz vor Kriegsende alle entartete Kunst zu zerstören, etwas bewirken können, das erzählt dieser, auf wahren Begebenheiten beruhende, Film.

  
Die Fakten
offizieller Filmstart in Deutschland: 20. Februar 2014
Filmdauer: 118 min 
Regisseur:  George Clooney 
Hauptdarsteller: George Clooney, Matt Damon
Nebendarsteller: Jean Dujardin, Cate Blanchett, John Goodman, 


Was mir nicht gefallen hat
* George Clooney ging doch sehr freizügig mit der Kriegsgeschichte um. So konnten wir beispielsweise trotz ausgiebiger Recherche nicht nachvollziehen, wann die Russen in diesem Gebiet gewesen sein sollen.
* Manchmal hat der Film Längen in der Erzählung, bei denen wir uns gewünscht hätten, dass alles etwas schneller geht. Klar, Clooney wird sich was bei diesen Längen gedacht haben und sie sind nicht so schlimm wie bei anderen Filmen, aber sie müssten eben auch nicht sein.
* Er ist mir, vor allem an einer Stelle, zu traurig. Ich weiß nicht, ob das Storytelling hier einen Grund hatte, aber doch nicht....!!!! 
* Cate Blanchett. Es tut mir leid, aber wenn ihre Rolle hier der aus Blue Jasmine so ähnlich ist, obwohl beide nicht ähnlich angelegt sind, dann zweifle ich an ihrem schauspielerischen Talent.

Was ich gut fand
* Die Story der Monuments Men wurde mit hochkarätiger Besetzung gezeigt. Zwar hatte Clooney nicht seine besten Tage, aber Damon, Dujardin und Goodman machen das wett.
* Clooney schafft es, einen spannenden, unterhaltsamen Erzählbogen zu spannen. Er bleibt nicht zu lange auf einem Gefühl, sondern springt von Humor zu Trauer zu Flirt. Das gefällt mir sehr gut, auch wenn in der diesbezüglich beste Szene Jean Dujardin spielt.
* Der OST ist einfach nur toll. Macht Laune, passt aber zur Kriegsstimmung des Films ... 
* Die Rekrutierung der Monuments Men erfolgt Oceans-typisch, also lustig, interessant und sehr unterhaltsam. Der Eine lässt die Restauration stehen, der Andere Konversationspartner ...

Mein Fazit
The Monuments Men ist ein Kriegsfilm, der die Nazizeit aus einem anderen Blickwinkel und mit anderen Schwerpunkten zeigt. Natürlich kommt der Film nicht um den Umgang mit Juden rum, aber er legt seinen Fokus auf die entartete, zu schütende Kunst und darauf, wie weit die Männer gegangen sind, um Kunstwerke zu schützen. Der Film hat einige Längen, manche traurigen Szenen, ist insgesamt aber ein solides Machwerk von George Clooney.
7 von 10.

Filmcharts 2013
12 Years a Slave 2
RoboCop (1987) 3 
RoboCop (2014) 4 
Dallas Buyers Club 5
August: Osage County 5  
Blue Jasmine 6,5 
The Monuments Men 7
Nebraska 7,5
American Hustle 8
Ender's Game 8 
Ernest et Celestine 8
the Wolf of Wall Street 8 
Philomena 9 
The Croods 9,5