Mittwoch, 16. Oktober 2013

London Tag 4: Stadtrundfahrt bzw Greenwich

Aus unserer langjährigen Beziehung wissen wir, dass jeder von uns so einige Besuch lieber alleine macht. Während ich besser alleine Twilight und romantische Filme sehe, um nicht einen stöhnenden Mann neben mir sitzen zu haben, sollte Andreas alleine in verschiedene Museen gehen, weil mich die schnell langweilen. So kam es, dass er alleine nach Greenwich fuhr, weil ich da schon war - 2002, Studienfahrt - und mich Astronomie genauso wenig interessiert wie Schifffahrt. Geplant war, dass ich in der Zeit eine Stadtrundfahrt mache und wir uns abends am Piccadilly Circus treffen, aber aus unerfindlichen Gründen konnte Andreas sein Handy nicht vom Roaming überzeugen. Ein unerreichbarer Mann, irgendwo in London treffen, möglicherweise einer mit Verspätung? Wir hatten schon bessere Ideen. So wurde aus der Planung ein langer Tag am Computer, in dem ich mir zwei nette Artikel erVINEn konnte (Mag-Lite für Andreas und Puzzle-Gutschein für mich). Zu einer kurzen Stadtrundfahrt brach ich dann aber doch noch auf, sodass ich einige Bilder von der Original Tour durch London habe. Das reichte, um uns im Hotel wiederzufinden.

Beginnen wir mit Greenwich. Ich muss dazu sagen, dass sich Andreas bisher weigert, seine Bilder selbst zu kommentieren (mein schreibfaules Lexikon ...) und ich nur weniges kommentieren kann, sodass hier nur kurze Einblicke drin sind. Lasst mich Euch aber zu Bitten und Aufforderungen an ihn ermuntern. Wer Rezensionen schreiben kann, kann auch seine Bilder kommentieren ;-)

Der Blick von Greenwich in Richtung London - irgendwo da saß ich am Rechner ...

 

Greewich Mean Time


und der Nullmeridian


Aufgrund der hier sehr genau gehenden Uhren war es neben der Astronomie die Aufgabe des Royal Observatoriums, Schiffsuhren einzustellen. Eine kleine Übersicht über diese wird hier gezeigt.
 

Da die Originalmöbel fehlen, wurde das Wohnhaus mit zeitgenössischen Möbelstücken ausgestattet. Ich frage mich nur, was man mit diesem Tisch anfangen soll?!


Diese noch immer handgroße Uhr war die Siegerin eines Preisausschreibens zur Entwicklung einer möglichst genauen Navigationshilfe auf See. 
 

Sehr interessant fand Andreas die Demonstration, weshalb sich Pendeluhren und die Schifffahrt nicht vertragen. Einfach mal kurz hinhören  ...


... das klingt sehr ... ungenau und unzuverlässig ...


Und nun zur für mich viel interessanteren Stadtrundfahrt, natürlich mit dem offenen Doppeldecker. Da es am Donnerstag ordentlich zugemacht hatte, hab ich mir beinahe den Popes abgefroren. Aber ich blieb im offenen Teil sitzen, denn da sieht man am besten. Und natürlich werden da auch die Fotos am schönsten ...

Kurz nach dem Einstieg ging es schon über die stolze Tower Bridge und vorbei an der HMS Belfast. Die Belfast ist ein Kriegsschiff, auf dem Andreas schon 2005 Stunden verbracht hat.


Ich mag das Bild von Cleopatras Needle ;-)
 

Der Elizabeth Tower mit Big Ben und die Houses of Parliament, wo beim Vorbeifahren die wehende Fahne auffiel, die eine stattfindende Sitzung anzeigt.


Vermutlich war die Downing Street also eher verwaist, als wir vorbeifuhren.
 

Der Trafalgar Square gilt als Mitte und Zentrum Londons. Hier befindet sich unter anderem die National Gallery, die als Vorbild für viele Portraits der Harry Potter Filme diente.


Gelernt habe ich auf der Stadtrundfahrt auch etwas: Warum ist diese Telefonzelle schwarz?
 
 weil sie von einem anderen Telefonanbieter betrieben wird, Rot aber auf die Konkurrenz festgelegt ist.

Das London Eye macht pro Tag 10.000 Pfund Umsatz ... pro Gondel! Dabei ist die Fahrt mit dem Riesenrad jetzt nicht sooo toll. 


uf dem Rückweg zum Hotel entdeckte ich diesen niedlichen kleinen Süßwarenladen. Hier wird man noch persönlich bedient, darf aus Gläsern aussuchen und sogar probieren, was man kauft. Schade, dass es sowas in Deutschland nicht (mehr) gibt.
 
  

Abschließend noch ein kleiner Verweis in die neuere Zeitgeschichte, auf den "Walkie Talkie". Dieser Glasturm wird noch gebaut, sorgt aber jetzt schon für eine Menge Ärger.
 
Und das nicht, weil er seinen Nachbarn Licht verwehrt. Im Gegenteil. Er wirft zu viel zentriertes Licht. Dieses Hochhaus hat es geschafft, mehrere Materialien zu brennen und sogar Teile eines Jaguars zu schmelzen. Da hat wohl der Architekt nie was vom Brennglas-Effekt gehört. Weiterlesen auf Deutsch bei SPON.