Heute, vor unserem London-Urlaub, haben wir uns noch schnell Gravity angesehen. Ich wollte da rein, weil ich bisher nur Gutes vom Film gehört habe, vor allem sollte ja die Grafik unglaublich gut sein. Und bei so vielen vermuteten Oscar-Nominierungen kann ich mir den Film nicht entgehen lassen. Andreas wollte nicht rein, weil er schon im Trailer so einige Fehler entdeckt hat ...
Die Story
ist schnell zusammengefasst: Nach einem Unfall im Weltall versuchen Astronaut Kowalski und die medizinische Ingenieurin Stone, zurück auf die Erde zu kommen. Dabei müssen sie sich sehr beeilen, denn der entstandene Weltraumschrott droht ihren Rückflug endgültig und tödlich zu verhindern.
Die Fakten
offizieller Filmstart in Deutschland: 3. Oktober 2013
Filmdauer: 90 min
Regisseur: Alfonso Cuarón
offizieller Filmstart in Deutschland: 3. Oktober 2013
Filmdauer: 90 min
Regisseur: Alfonso Cuarón
Hauptdarsteller: Sandra Bullock
Nebendarsteller: George Clooney, Ed Harris
Nebendarsteller: George Clooney, Ed Harris
Negativpunkte
- Andreas hat unheimlich viel Kritik, beispielsweise liegen der Himmelspalast, die ISS und Hubble nicht in einem Orbit. Das heißt, dass der Weltraumschrott sie nicht alle binnen weniger Minuten treffen kann. Weiter zieht sie ihr unbekannte Raumanzüge mit unglaublicher Geschwindigkeit an. - ich habe keine Lust, hier alles aufzuzählen, das kann Andreas selbst machen, wenn er denn will, er wirkte jedenfalls unbegeistert.
- Was mir noch als Fehler auffällt: Wir erfahren nicht, ob und warum Stone die Funkfrequenzen kennt. Es ist daher äußerst beeindruckend, wie gut sie nach Houston funken kann.
- Die Story ist jetzt nicht soooo neu oder überraschend. Klar, sie wurde beeindruckend erzählt, weil vor allem Bilder und Schauspieler richtig, richtig gut sind, aber da fehlt einfach das neue, überraschende Element in der Story.
- Stellenweise sehr, sagen wir, abenteuerliche Kameraführung. Wackeldackel-Kamera, Schwindeldrehungen...
Pluspunkte:
+ 3D: Ich habe noch nie, nie, nie einen Film mit so wahnsinnig guten 3D Effekten gesehen. Andreas und ich machen ja wirklich keinen Hehl daraus, dass wir 3D nicht mögen, aber hier lohnt es sich sehr. Es ist Wahnsinn, was die Crew aus den verfügbaren Möglichkeiten macht.
+ Animationen: Mich haben vor allem die sehr gut gemachten schwebenden Tränen berührt. Insgesamt setzt der Film neue CGI-Maßstäbe, auch die Blicke auf die Erde sind Wahnsinn ...
+ Sandra Bullock: Nicht nur mit dem Wissen, dass sie für die Aufnahmen in einem winzigen Raum saß, finde ich ihre schauspielerische Leistung beeindruckend. Sie zeigt, dass sie eine Oscar-Schauspielerin ist, denn sie schafft es, nur durch Mimik und Stimme Gefühle zu wecken und zu transportieren.
+ Die Soundeffekte: Völlige Stille im All, die zu Beginn des Films die Geräusche im ganzen Kinosaal zum Erliegen brachte.
+ Die musikalische Untermalung. Endlich mal kein "Rocket Man", dafür stille Klänge und passende, unbekannte Musik.
+ Zwar ein wenig überraschender Plot, aber eine bewegende Geschichte um Abschied und Loslassen, um Trauer und Neubeginn.
Meine Lieblingsszenen aus Gravity:
1. Der Anfang, als das Shuttle langsam auf den Zuschauer zufliegt und dabei alle Geräusche lauter werden. Wow, war das gut gemacht.
2. Die Traumsequenz. Ich will hier nicht mehr sagen, um nicht zu spoilern, aber die Sequenz war von Anfang bis Ende durchdacht,. überzeugend und gut gespielt.
3. Das Ende, das symbolische, bewegende Aufstehen.
Mein Fazit
Gravity ist ein Film, den man im Kino gesehen haben muss, weil man nur hier die Effekte genießen kann. Zuhause auf DVD bzw BluRay bleibt wenig übrig, weil der Film an sich nicht die beste, umwerfendste Story hat. So habe auch ich Gravity drei Mal gesehen: Das erste, einzige und letzte Mal. Er wird beim zweiten Mal zuhause einfach nicht so gut kommen und so gut, dass ich nochmal die teure Kinokarte zahlen will, sind nur die Special Effects. Das wird jedenfalls der Oscarkandidat in allen Techniksparten und ich finde, dass Sandra Bullock zumindest eine Nominierung verdient haben könnte.
Meine Bewertung:
Special Effects und Animation 10 von 10 (werte ich doppelt, weil der Film damit überzeugen will)
Schauspiel 9 von 10 (Clooney hat mich nicht so überzeugt, ehrlich gesagt, aber Bullock reißt's raus)
Story 5 von 10
Kameraführung 5 vom 10
Sehenswert-Faktor 9 von 10
Fehlerfaktor 5 von 10 (vieles wäre mir nicht aufgefallen, daher okay)
=> insgesamt eine sehr gute 8,8 (ich will keine 9 vergeben, dafür fehlt ein Tick)
23. 0Dark 30 0
22. The Impossible 2
21. Kick-Ass 2 2
20. The Sessions 3
19. Fast and Furious 6 4
18. Lincoln 4
17. Die Hard 5 5
16. The Call 5
15. The Heat 5
14. World War Z 5
13. R.E.D. 2 6
12. Frankenweenie 6
11. Silver Linings Playbook 6,5
10. Django 7
9. Rush 7
8. Iron Man 3 7
7. Argo 7,5
6. Despicable Me 2 und Monsters University mit je 7,5
5. The Lone Ranger (8)
4. White House Down (8,1)
3. Gravity 8,8
2. Les Misérables und Olympus has fallen 9 (zu unterschiedlich zum Sortieren)
1. Now You See Me (10!)