Unbroken ist das Regiedebüt von Angelina Jolie und war mit dieser Tatsache viel mehr in der Werbung und im Gespräch als mit der Story.
Die ist auch nichts Neues, sondern schlichtweg das nächste Biopic, das bei den Oscars 2015 punkten will.
Erzählt wird in einem Wechsel aus Rückblicken, schockierenden Bildern aus Kriegsgefangenenlagern und den Misshandlungen der Insassen und Text das Leben von Louis Zamperini. Louis war Teilnehmer der olympischen Spiele 1986 und später im Krieg für die USA in Japan eingesetzt, wo er zum misshandelten Kriegsgefangenen wurde.
Was mir nicht gefallen hat:
- der Film ist nicht nur typischer Oscarfilm ohne besondere Geschichte, er erzählt auch die eigentlich nur typische und sicher nicht besonders hervorhebenswerte Geschichte eines Kriegsgefangenen. Ich verstehe, warum Jolie daraus einen Film machen wollte nicht aufgeben, kämpfen etc, das sind natürlich ihre Themen. Aber langsam nervt mich das Biopic-Thema nur noch. Um zu überzeugen und in diesem viel zu vollen Genre zu überleben, braucht es mehr. Und das bietet Jolie nicht.
- stellenweise war doch deutlich zu sehen dass man mit Bluescreen und CGI gearbeitet hat bzw in einem Pool drehte. Mehr Aufwand wäre schön gewesen.
- Die Schauspieler bleiben größtenteils im Schatten, kaum einer kann besonders überzeugen. Vermutlich hätten gute Darsteller mehr aus der Story holen können.
- Manchmal waren die Wechsel zwischen Rückblick und Gegenwart so schnell, dass ich die Orientierung verloren habe.
Was mir gefallen hat:
* Frau Jolie begnügte sich mit ihrer Rolle als Regisseurin und versuchte nicht sich oder ihre Familie einzubringen.
* Wenn der Film nicht so schnelle Zeitwechsel hat, sind diese eigentlich sehr interessant und gut gewählt um der Story mehr Tiefe zu geben.
* Die Kameraführung war größtenteils gut, nur ein Mal gab es zu hektische Szenen.
Alles in allem ist Unbroken ein Film, den man mal gesehen haben kann, aber dessen Geschichte man weder kennen muss noch zwingend sollte. Ein solider, aber kein herausragender Film der mit den anderen Biopics des Jahres nicht mithalten kann. 4 von 10.