Whiplash ist ein Film, der ohne seine Oscarnominierungen völlig an mir vorbei gegangen wäre, und mir damit zeigt, dass es sich eben doch jedes Jahr lohnen kann, aus Prinzip alle Filme zu sehen. Klar, es ist vieles dabei, das mir so gar nicht gefallen mag, aber dann auch Ausnahmen wie ... Whiplash!
Die beste Beschreibung zu diesem Film stammt von Shadia Omar von hr3.
Ich kann zwar nichts mit dieser angeblichen Kinoexpertin und ihrer
Ahnungslosigkeit anfangen (Beispiel: Sie kritisiert an einer
Musicalverfilmung, dass zu viel gesungen wird ...), aber bei Whiplash
trifft sie es auf den Punkt, wenn sie sagt: "wer 50 Shades of Grey in Punkto Sadismus zu lasch fand, sollte sich Whiplash ansehen".
Die Story
Whiplash erzählt die Geschichte des jungen Schlagzeugers Andrew, der davon träumt, sein Talent in Berühmtheit umsetzen zu können. Dafür nimmt er vieles in Kauf, unter anderem den sadistischen, cholerischen Lehrer Fletcher, dessen Lehrmethoden mehr als grenzwertig sind. Für ihn sind Misshandlungen nicht etwa unerlaubt, sondern Mittel zum Zwecke der Talentnutzung und wenn ihm jemand schief kommt, schreckt er nicht vor brutaler Rache zurück. Wie weit ist Andrew bereit zu gehen, was ist er bereit aufzugeben, um zu Fletchers bestem Schüler zu werden?
Whiplash erzählt die Geschichte des jungen Schlagzeugers Andrew, der davon träumt, sein Talent in Berühmtheit umsetzen zu können. Dafür nimmt er vieles in Kauf, unter anderem den sadistischen, cholerischen Lehrer Fletcher, dessen Lehrmethoden mehr als grenzwertig sind. Für ihn sind Misshandlungen nicht etwa unerlaubt, sondern Mittel zum Zwecke der Talentnutzung und wenn ihm jemand schief kommt, schreckt er nicht vor brutaler Rache zurück. Wie weit ist Andrew bereit zu gehen, was ist er bereit aufzugeben, um zu Fletchers bestem Schüler zu werden?
Fakten:
offizieller Filmstart in Deutschland: 19. Februar 2015
Filmdauer: 107 min
Regisseur: Damien Chazelle
Hauptdarsteller: Miles Teller
Nebendarsteller: J.K. Simmons (den ich aber als Hauptdarsteller bezeichnen würde!) und andere
Was mir nicht gefallen hat:
- Stellenweise war der Film doch sehr brutal und hätte ich mir etwas weniger krasse Einstellungen und Darstellungen gewünscht
- Obwohl sie gut gespielt waren, waren mir einige Drumszenen zu lang
- Es fehlen Antworten auf einige interessante Fragen (wer hat das Notenbuch geklaut?), auch ist mir das Ende doch zu offen
Was mir gefallen hat:
* J.K Simmons und Miles Teller geben in diesem Film darstellerisch alles ... bis sich Tellers eigenes Blut auf den Drums befindet! Kompliment!
* Die Frage des Films, wie weit man für Erfolg gehen kann und sollte, sowohl auf Lehrer- als auch auf Schülerseite, ist aktuell und wird in keinem mir bekannten Film intensiver gestellt als hier
* Bis zu diesem Film wusste ich nicht, dass ich Jazz ganz gut finde. Jetzt schon ... bis auf die zu langen Schlagzeugszenen.
* Der Film ist sehr düster gehalten, was natürlich die Stimmung des Films unterstreicht.
* Whiplash ist endlich mal eine ganz andere Geschichte.
Fazit
Whiplash überzeugt durch seine sadistische Andersartigkeit, die sich durch den Film ziehende Grundfrage und zwei hervorragende Schauspieler. 8 von 10.